Asamer optimiert den Kalkschotter-Abbau im Werk Hildprechting mit neuem Cat 395
Die Wurzeln der heutigen Firmengruppe Asamer reichen bis in die späten 1950er Jahre zurück. Mit dem Erwerb eines Kieswerks bei Ohlsdorf begann eine Erfolgsgeschichte, die durch Expansion und regionale Verwurzelung geprägt ist. Der im Kieswerk gewonnene Kalkschotter zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, allerdings machten zuletzt größere Konglomerat-Einschlüsse eine Umstellung des Reiß- und Lösebetriebs notwendig. Nun sorgt ein neuer Cat 395 Hydraulikbagger für einen effizienten Abbau, bei dem die Sprengungen zur Lösung des Materials deutlich reduziert werden können.
Firmengründer Hans Asamer, ursprünglich in der Landwirtschaft tätig, legte mit dem Kauf eines Lkw und der Auslieferung von Baustoffen den Grundstein für ein Unternehmen, das heute weit über Österreich hinaus bekannt ist. Über die Jahrzehnte wuchs das Familienunternehmen stetig und nach der Konsolidierung in Österreich wagte man den Schritt über die Landesgrenzen hinaus. Trotz des internationalen Erfolgs bleibt Ohlsdorf im Traunviertel, wo sich sowohl das Kieswerk als auch die Firmenzentrale befinden, das Herz des Unternehmens.
Heute überzeugt die Firmengruppe Asamer als vielseitiger Partner der Bauwirtschaft mit einem umfassenden Leistungsportfolio. Vom Aushub über Abbrucharbeiten und Steinschlichtungen bis hin zu anspruchsvollem Wasserbau sowie Deponie- und Schotterdienstleistungen bietet das regional verwurzelte Familienunternehmen Komplettlösungen aus einer Hand. Besonders im Bereich der Außenanlagengestaltung setzt Asamer auf Präzision und Qualität.
Mit sieben Kiesgruben im oberösterreichischen Zentralraum gewährleistet die Firmengruppe eine stabile Rohstoffversorgung – sowohl für die Bauindustrie als auch für ihre neun eigenen Betonwerke. Dabei wird auf eine nachhaltige und regionale Wertschöpfung geachtet.
Zum Firmenverbund gehört auch der Steinbruch Werk Hildprechting bei Ohlsdorf, wo Kalkschotter von höchster Qualität gewonnen werden. In den Anfängen setzte Asamer dort auf mechanische Direktgewinnung. Der Abbau erfolgte mit Großgeräten wie dem Cat 990H Radlader, unterstützt von leistungsstarken Kettendozern. Diese Technologie ermöglichte über viele Jahre eine effiziente Gewinnung von hochwertigem Rohmaterial. Mit voranschreitendem Abbau verfestigte sich der anstehende Kalkschotter spürbar. Waren zunächst nur vereinzelte Konglomeratbrocken zu finden, nahm deren Größe und Häufigkeit mit der Abteufung des Betriebes spürbar zu. Statt einzelner Konglomeratbrocken traten nun verstärkt ganze Konglomeratbänke im Vorkommen auf, die letztlich mit kleinen Sprenganlagen vorgelöst und dann mit dem Kettendozer weiter aufgerissen werden mussten.
Mitte 2024 war der Sprengbetrieb an der Tagesordnung – und mit ihm die damit verbundenen Probleme, wie zu stark zerkleinertes Material, verbliebene Konglomeratbrocken und Erschütterungen. Der Gewinnungsprozess gestaltete sich immer schwieriger und komplexer – zum Teil mit nachgeschalteten Prozessen, die im Jahr 2021 noch keine Rolle spielten.
Cat 395 als Problemlöser
In enger Zusammenarbeit mit der Zeppelin-Einsatzberatung aus Deutschland wurde ein möglicher Einsatz eines Kettenbaggers mit spezifischer Reißausrüstung ausgearbeitet. Nach Ansicht der Zeppelin Spezialisten konnte das Problem mit einem Cat 395 Hydraulikbagger gelöst werden, wenn der kombinierte Reiß- und Lösebetrieb umgestellt wird. Anstatt eines großen Kettendozers mit dem Schwerpunkt auf „Reißbetrieb“ wurde empfohlen, auf einen entsprechend ausgestatteten Cat 395 Hydraulikbagger mit Oilquick OQ 120 Schnellwechselsystem sowie einem robusten Fels- und Ladelöffel zu vertrauen. Technologisch gesehen ist der Hydraulikbagger die Baumaschine, die bei korrekter Positionierung ihre Grabkräfte fast vollständig in das zu lösende Material einbringen kann. Anders als der Kettendozer und auch ein Hochlöffelkettenbagger unterliegt der Hydraulikbagger im Reißbetrieb keinem Kettenschlupf. Zusätzlich bietet der Cat 395 die Möglichkeit, Transportfahrzeuge innerhalb des Abbaus zu laden. Das kann zum einen während einer Abraumkampagne genutzt werden, zum anderen ist die Maschine prädestiniert für eine spätere Umstellung des Betriebes vom Load-and-Carry Einsatz auf eine Muldenkipper-Beladung.
Unterstützt wurde die Maschinenwahl mit einer Einschulung der betroffenen Fahrer der Asamer-Gruppe durch die Zeppelin Projekt- und Einsatztechnik. Diese wurden mit dem 95 t Bagger vertraut gemacht und für die korrekten Einsatzerfordernisse beim Gewinnungsprozess vorbereitet.